hilfe,habe zugenommen

#1
hallo ihr lieben,
ich fühle mich ganz furchtbar.nicht nur das ich nur noch fressanfälle habe,jetzt habe ich auch noch zugenommen.bin absolut im normalbereich aber ich will wieder dünner sein.
aber es geht auch einfach nicht.was kann ich machen damit ich meinen körper so akzeptieren kann,andere tun es nämlich auch
GIB JEDEM TAG DIE CHANCE DER SCHÖNSTE DEINES LEBENS ZU WERDEN

#2
oh man, ich kann dich so gut verstehen! ich traue mich gar nciht mehr auf die waage weil es im moment total berg ab geht. das schlimme ist, dass ich das gefühl habe das alle um mich herum dünner werden und sich total unter kontrolle haben...
und dann denke ich wieder, dass ich mich doch so akzeptieren kann. aber der gedanke verfliegt so schnell! dann denke ich nämlich wieder, dass ich fürs fett sein nicht gemacht bin und es nicht meine natur ist. und ich sehe bilder von hübschen mädels... und dann kommt wieder das "morgen ist alles anders" weil ich mich entweder gesund ernähren will oder ms bekommen will. jaja, eine kranke natur bin ich! leider kenne ich kein patentrezept gegen dieses denken...

#3
kimmi: ist ja irgendwie logisch dass du zunimmst, wenn du viele FAs hast

und an beide: ich hol gleich die piccola, damit sie euch tritt, wenn ihr was änder wollt wird es durch jammern nicht gehen :!:

lg
Vielleicht sind die Stricke in denen du
dich verfangen hast dein einziger Halt...

#4
hallo ihr!

ich hab auch zugenommen, allerdings halten sich diese zugenommenen kilos noch in grenzen, da ich bis jetzt noch keinen RF oder FA hatte.

bin seit über 1 monat k***frei.

das ist ganz normal, dass man zuerst mal zunimmt. wurde auch in vielen threads schon besprochen und durchdiskutiert.

ich bin auch nicht wirklich happy mit den kilos, zumal ich nicht mal sportlich was dagegen unternehmen kann wg meiner knie-operation vor kurzem.

aber was soll's, wenn man gesund werden will, dann gehört das dazu. allerdings gehören zum gesundwerden auch keine FAs mehr.

bitte nicht böse sein bzgl meinem beitrag! ist echt nur gut gemeint!

lg karin

#5
Schattenkind hat geschrieben: und an beide: ich hol gleich die piccola, damit sie euch tritt, wenn ihr was änder wollt wird es durch jammern nicht gehen :!:
lg

oj vej, mein ruf ist ruiniert! *haarerauf* *an der klagemauer ausheul*

vielleicht sollte ich einen "gutschein für einen arschtritt von pic" - thread aufmachen?
Bild
"Walk the dark path
Sleep with angels
Call the past for help
Touch me with your love
And reveal to me my true name"

#6
zugenommen, zugenommen, zugenommen

jaja, das hab ich auch in der klinik.... ich war echt fett, fast ÜG... naja, ich habe mich gehasst

aber heute weiß ich, dass es so gut war


wenn du nicht soviel zunehmen willst, lass die FA weg (jaja, einfach gesagt... aber wie wärs, wenn ihr euch mal bemüht?)

#7
@Pinar:
aber wie wärs, wenn ihr euch mal bemüht?)
meinst du wirklich, dass es damit getan ist? Ich weiß nicht, aber wenn's mit bemühen getan wär, wären wir doch sicher alle nicht hier oder? das hört sich so an als wär Bulimie ne Willensschwäche.... :?

Irgendwie erlebe ich das anders. Eher so, dass ich in dem Moment weiß was ich tue es aber nicht bremsen kann. Immer wieder drehe ich auf dem Weg zum Supermarkt um und lande dann doch dort, weil .... keine Ahnung, sucht eben. Manchmal wenn ich dann mit total zitterigen Fingern irgendeine verpackung aufreiße hab ich das Gefühl mein verstand setzt aus. Und wenn ich mich noch so bemühe... :(

Pinar, das ist nicht böse gemeint. Es interessiert mich nur wie.... naja, wie du es geschafft hast?! Hast du das auch so erlebt wie ich das eben beschrieben habe? So machtlos?

LG, Jody
Sage laut was du willst - wer schweigt kriegt die Reste!

#8
du kanst dir viiiiele alte Threads von mri durchlesen

ja, ich kenne es, einfach "ohne gedanken" im supermarkt zu landen udn mit den klamotten zuhause, ohne es bewusst getan zu haben
ja, ich kenne die zittrigen hände, wenn man an den kühlschrnk geht udn die lebensmittel verschlingt
ja, ich kenne die machtlosigkeit udn die verzweifelung

und wie ichs geschafft habe?
- mit einem freund
- mit einer klinik
- mit einem lebenswechsel
- und mit viiiiel mut, kraft und willen


und ja, cih habe geheult, wnen die klinikwage sagte, dass ich zugenommen habe
ich habe geheult, als meine hosen nicht mehr gepasst haben
aber ich habe es ohne diät wieder runter, weil der stoffwechsel sich daran gewöhnt hat, genug nahrung zu bekommen

#9
Danke für deine Antwort,

die werde ich mir ausdrucken und bei bedarf nochmal durchlesen. :wink:

In welcher Klinik warst du, wenn ich fragen darf?
Sage laut was du willst - wer schweigt kriegt die Reste!

#10
Fett = FAST ÜG….na herzlichen Glückwunsch, dann bin ich ja mal so richtig fett!! Ich bin nämlich nicht nur fast, sondern tatsächlich ÜG! :evil:

Aber HEY, ich lebe noch!

Noch ein paar Tage, dann bin ich ein Jahr kotzfrei und warte immer noch auf die tolle Umstellung meines Stoffwechsels, aber irgendwie tut sich in die Richtung gar nix. Ich habe auch keine FA´s, ist ja sowieso immer die Frage, wie man das eigentlich definiert…ich esse jedenfalls „normal“ ohne mir irgendwas zu verbieten. Klar hab ich manchmal Ausrutscher was die Mengen angeht, aber nicht so extrem, dass meine Gewichtszunahme dadurch gerechtfertigt wäre. Und Ihr könnt mir glauben, meine Gewichtsproblematik kotzt mich mal so richtig an!

UND TROTZDEM, ich werde nicht wieder zu meiner alten, ach so tollen Lösung greifen!

Und vielleicht sollte sich hier jeder mal die Frage stellen, was er denn eigentlich will. :!:

Will man jetzt wirklich dagegen ankämpfen oder sind die paar Gramm dann doch wichtiger?

Und heißt es nicht sowieso immer, es geht doch gar nicht ums Gewicht??

Ja was denn nun? In den Momenten, in denen man wieder nicht die Kraft hat, stärker als die Bulimie zu sein, geht es doch sehr wohl um Gewichtsgedanken. Klar, Ursachen haben zu diesen Gedanken, diesem mangelndem Selbstwertgefühl etc. geführt, aber in den akuten Momenten, in denen ich entscheide, kotzen ja oder nein…tja, da hab ich selten über meine Vergangenheit nachgedacht, sondern hatte einfach eine scheiß Panik vor`m zunehmen.

Ach, irgendwie bin ich gerade sauer….ständig liest man Sätze wie „Hilfe, hab sooo zugenommen, bin zwar noch ug, will aber dünner sein“. Da passt doch echt irgendwas nicht zusammen!

JAJA, ICH WEISS, Bulimiker haben alle ein total verzerrtes Selbstbild, stimmt ja auch alles, aber man ist doch auch nicht völlig blöd. BMI, Gewicht oder sonstige OBJEKTIVE Angaben hat man doch auch bei dem verzerrtesten Bild immer im Hinterkopf, oder?

Ich war in meiner schlimmsten Zeit auch untergewichtig, hab mich da auch nicht wohler gefühlt als heute, aber immerhin wusste ich sehr wohl, dass ich nicht fett BIN. Und oft habe ich den Eindruck, dass viele, die hier über ihr ach so dramatisches Gewicht jammern, auch sehr wohl wissen, dass sie doch eigentlich dünn / normal sind!

ALSO – kann man das denn dann nicht mal in die Überlegungen, in den scheiß Kampf gegen die Bulimie einbeziehen?? Und sich mal klar machen, dass das nun mal ein verzerrtes Bild ist, aber dass dieses Bild nun mal nicht stärker sein darf? Jedenfalls dann nicht, wenn man gesund werden will? Und dass es ein verdammt großer Unterschied ist, ob man sich fett FÜHLT, oder ob man es tatsächlich IST!

Wenn man sich diesen Unterschied bewusst macht, dann ist es doch (eigentlich) wesentlich einfacher, in den kritischen Momenten zu gewinnen, oder? Schwieriger finde ich, wenn man eh schon ein relativ hohes Ausgangsgewicht hat…dann noch in Kauf zu nehmen, dass man erst mal zunimmt…ist einfach ätzend! Aber auch möglich! Auch wenn man danach ÜÜÜÜG hat *grummel*.

Also Mädels, jetzt fragt Euch mal ehrlich, was Ihr wollt!

Denn sonst ist es immer nur ein leidiger Pseudo-Kampf, den Ihr gar nicht gewinnen könnt. Wenn die alte Einstellung beibehalten wird, ja wie bitteschön soll man denn dann etwas ändern? Bevor ich mein Verhalten ändere, muss sich erst die Einstellung ändern! Sonst ist der Kampf einfach nur für`n A*****, reine Verschwendung!

Und das soll jetzt nicht demotivieren, es ist einfach nur meine Erfahrung. Als ich gegen die Bulimie zu kämpfen begonnen habe, dachte ich zuerst auch, ich lasse jetzt „nur“ mal das kotzen weg, will dabei aber noch abnehmen! TJA, reine Illusion, nach jedem Essen die gleichen Gedanken, nur noch dieses eine Mal, ab morgen halte ich mich dann an Kalorien, esse diszipliniert…blabla…selbstbelüg… Versuch gescheitert. Aber genau da liegt der Knackpunkt, sich mit genau diesen Gedanken, Ängsten was auch immer auseinandersetzen und erst mal gedanklich neu sortieren, Und erst dann kann auch das Verhalten, das so sehr Routine geworden ist, langsam nachziehen. Klingt jetzt alles obderschlau, ich weiß...

So, sorry für`s rumpampen, aber das mit dem üg…fett was auch immer….hach, das trifft mich halt einfach. :( Kann da nicht drüberstehen.

Und gleichzeitig finde ich es so schade, wie sich hier manche übelst im Kreis drehen….naja. Wollte damit jedenfalls keinen persönlich angreifen! Und wenn es nur einen zum nachdenken anregt, dann war es das ja schon wert….

So long
pepper

#11
pepper78 hat geschrieben:Fett = FAST ÜG….na herzlichen Glückwunsch, dann bin ich ja mal so richtig fett!! Ich bin nämlich nicht nur fast, sondern tatsächlich ÜG! :evil:
naja, man sollte das nicht objektiv sehen
das war meine Meinung zu dem Zeitpunkt, da ich früher MS war und mcih nie mit dem Thema auseinander gesetzt hatte...

als "Gesunde" seh ich das inzwischen auch völlig anders, also nichts gegen dich, war eben eine verzerrte Wahrnehmung


@ Jody
müsste hier sogar Beitrage von mir (nicht unter diesem Usernamen) von Ende februar 2004 geben, also laaange her ;)
war in den Rheinischen kliniken in Essen (mehr dazu in meinem Klinik-Erfahrungsbricht im "Therapie"-Forum)

#12
eins will ich mal klar stellen,weil ich glaube das es falsch rübergekommen ist.
ich will nicht dünner werden und schon garnicht untergewichtig sein,ich selber finde das nämlich überhaupt nicht schön.
ich will einfach nur mal ohhne probleme mein gewicht halten,nur habt ihr recht wenn ihr sagt das das mit fa s nicht geht.

@pepper:ich verstehe deine wut und kann das was du sagst auch gut nachvollziehen.bedenke aber auch das du nach hartem kampf auch schon weiter bist als so manch anderer und ich für mich noch das lernen muss was du geschrieben hast.
sei mir nicht böse aber du kamsz etwas angreifslustig rüber(vielleicht auch verständlich)
aber herzlichen glückwunsch zu fast einem jahr k***frei. :lol:

@pinar:
das hast du toll geschrieben.ich drucke es mir auch aus
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#13
hmm, es stimmt schon, dass ich irgendwie einen pseudokampf führe... weil das gewicht tatsächlich alles ist worüber ich mich definiere.
wahrscheinlich ist das bei den meisten so!
aber ich werde daran arbeiten, nur dass man mich immer mal wieder dran erinnern muss! also, ich dans deinen beitrag (pepper) für mich ganz passend. und pinar, schön das du zeigst das man es schaffen kann!

#14
ich definiere mich auch über das gewicht aber ich bin nicht der meinung das man schöner wird wenn man dünner ist....mir ist auch das gewicht wichtig aber nur in einem bestimmten rahmen
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#15
@ Pinar: ich hab total überempfindlich reagiert….blöd! Und ich sollte eigentlich auch aus Deinen anderen Postings wissen, dass das nicht Deine Meinung ist..wieder blöd! Also Schwamm drüber, okay?

@ Kimmi: Dann hab ich Dich wohl wirklich falsch verstanden, hab Deinen Satz „bin absolut im normalbereich aber ich will wieder dünner sein“ wohl falsch interpretiert :wink:

Und ja, es kam wahrscheinlich wirklich angriffslustig rüber, mich hat das halt getroffen…in solchen Momenten bekomme ich einfach einen elendigen Hass auf die ganze Bulimie-Problematik…wahrscheinlich war ich einfach nur sauer auf mich selbst, dass ich da immer noch nicht drüber stehen kann. :evil:

Sorry, wollte das ja auch nicht an Euch auslassen, aber ich frag mich einfach so oft, woran es liegt, dass es so viele einfach nicht schaffen, obwohl sie doch scheinbar kämpfen…und ich hab halt oft den Eindruck, dass zwar die Kampfbereitschaft da ist, aber eben nur aus Vernunftsgründen. Und dass diese Gedanken immer nur dann vorhanden sind, wenn man gerade mal wieder gekotzt hat, so im Sinne von „Pläne ab Morgen“. Nur dass man diese Pläne immer wieder nach hinten verschiebt, weil man in den akuten Situationen wieder einknickt, nachgibt…und sich somit wieder nichts ändert.

Du schreibst, dass ich „schon weiter wäre“, dass Du das erst noch lernen müsstest. Da gibt es aber nichts im Vorfeld zu lernen! Du lernst erst wirklich, während Du Dich mittendrin befindest. Alles andere sind immer nur schöne Pläne, die man aber nicht einhalten kann. Wenn Du wirklich damit aufhören willst, dann geht es erst mal nur darum, diese ganzen Gefühle auszuhalten. Dem Druck NICHT nachzugeben. Bei mir hat das nur funktioniert, indem ich mir vorher klar gemacht habe, dass alle meine Gründe für die Bulimie einfach nur Schwachsinn sind. Aber das hab ich mir auch lediglich auf rationaler Ebene einhämmern können, vom Gefühl her wollte ich etwas ganz anders. Und ich glaube auch nicht, dass man die ganze Zeit fröhlich kotzt, sich aber Gedanken über`s aufhören macht, sich brav damit auseinandersetzt und irgendwann – SCHWUPS – ist der Zeitpunkt da, dass man es einfach sein lässt. Das wird so wohl nicht passieren. In den ersten Tagen / Wochen…wird man immer gegen sich selbst, das Bedürfnis wieder nachzugeben, arbeiten müssen. Und hier ist es sehr wohl Willensstärke ob ich dann wieder nachgebe oder eben nicht. Anfangs fühlt es sich nun mal beschissen an….aber mit der Zeit wird es wirklich besser! Versteht Du was ich meine?? Das ist so schwierig das in Worte zu fassen…Für mich war damals einfach wichtig, aus diesem ganzen Gedankenkarusell rauszukommen. Auch mal „normale“ Gedanken miteinzubeziehen, nicht immer nur am Gewicht festhalten und darauf irgendwelche Pläne bauen, sondern sich noch mal komplett neu sortieren. Und diese Gedanken habe ich mir immer wieder eingetrichtert. Und dann kann es auch funktionieren! Ich sage ja nicht, dass es einfach ist, ganz im Gegenteil, aber wenn man mal einen bestimmten Punkt überschritten hat und wenn es verinnerlicht ist, dass man jetzt nicht mehr kotzt, EGAL was passiert, egal wie beschissen man sich fühlt, egal wie viel man gerade gegessen hat…wenn einfach diese Gefühle nicht mehr berücksichtigt werden und man sich darauf konzentriert, endlich GESUND zu werden…dann hat man auch eine Chance. In diesen Momenten dürfen die ganzen Argumente für die Bulimie einfach keine Rolle mehr spielen, entweder ich will gesund werden oder ich geb meinen Gefühlen nach, geh auf alle meinen kranken Bedürfnisse ein und kotz halt weiter.

Was die Akzeptanz des Körpers angeht, tja, vielleicht hat man da auch zu hohe Erwartungen? Auch „normale“ Frauen wollen schlank sein, beschäftigen sich mit ihrem Gewicht…ich glaube ich hab keine einzige Freundin, die sich nicht mit der Thematik auseinandersetzt. Aber es ist nun mal ein verdammt großer Unterschied, ob es sich nur noch gedanklich abspielt oder ob man sich Tag für Tag zugrunde richtet. Und an dem Wohlfühlfaktor kann man immer noch arbeiten, wichtig ist doch erstmal, das kotzen endgültig sein zu lassen!!!! Und dann Schritt für Schritt weiter arbeiten…

Ich wünsch Euch jedenfalls die Kraft!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Pepper